Freitag, 16. Dezember 2016

Gestimmtsein als Weltverhältnis, als Weltgefühl


Die Stimmung überkommt mich:
Wir sind ihr ausgesetzt und
können sie oft nicht begründen

Prof. Heinz Bude in Philosophie Magazin

Bude: Man spricht auch davon, dass "man sich in Stimmung bringt". Dahinter jedoch liegt ein fundamentales Gestimmtsein, ein Weltverhältnis oder auch Weltgefühlt. 

Der Stimmungsphilosoph Martin Heidegger sagt, dass jedes Weltverhältnis gestimmtes Weltverhältnis sei, dass jede Erkenntnis gestimmte Erkenntnis sei. Man komme gar nicht darum herum, in irgendeiner Weise gestimmt zu sein. 

In Philomag 01 / 20'17


Anmerkungen von JJ: Das ist auch eine schöne Stelle, einer positiven Orientierung eine Stelle zu zeigen, dass auch diese in einer Stimmung gesucht und versucht wird. So könnte es einem also auch mal nicht zu gut gehen bzw. man ist missgestimmt - und sucht dann im Positiven eine erhebende Stimmung. 

So gibt es melancholische oder wie jetzt zu Weihnachten besinnliche Stimmungen - und die liegen zwar eher tiefer können aber durchaus positiv oder auch negativ auf einem "wirken". Sie werden grundsätzlich erst einmal empfunden. 

Es gibt für mich die Beobachtung, dass allzu bemühte Positive Menschen auf mich irgendwie so sehr angestrengt wirken, dass ich nicht weniger als ein tiefe Unklarheit vermuten muss. Es macht auch wenig Sinn, sich in irgendwas bis ins Zwanghafte reinzusteigern.